Das Trampeltier..... mein Stammbaum
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Voller Sanftmut sind die Mienen und voll Guete ist die Seele. Sie sind stets bereit zu dienen - trotzdem nennt man sie: Kamele Ralph Waldo Emerson |
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Das Trampeltier....
Und welche Rolle spielt denn hier das sogenannte Trampeltier? Wir lesen's nach in dicken Schmökern , Das, was herumläuft mit zwei Höckern, In Asien, fern, bei den Chinesen, das ist ein trampeltierisch Wesen. Doch was verhältnismäßig nah, einhöckrig lebt in Afrika, Das wird ein Dromedar genannt. Gleichwohl sind sie ganz nah verwandt, Was sie auch, höckrig, unterscheide, Kamele sind sie alle beide. Nachdem durchs Lesen neu bestärkt, Wir's uns ein halbes Jahr gemerkt, Beginnt aufs neu das alte Lied: Vergessen ist der Unterschied, bis wir's zuletzt uns nicht verhehlen: Wir zählen selbst zu den Kamelen! Wuest tut oft dieses Schiff der Wueste, Spuert es nach Paarung ein Gelueste Aus seinem Bruellsack schreit's voll Kraft, Wild störrisch, spuckt ganz ekelhaft. Kurz, scheußlich wild wird das sonst zahme: - Doch liebt's so die "Kameliendame". Es mästet sich nicht dick den Bauch: Im Gegensatz zum Menschenbrauch, frisst es in seinen Buckel alles, Ums zuzusetzen, schlimmsten Falles, Wenn es gerät in schweren Sandsturm. Selbst ausgedient und schon beim Landsturm Geht's, mit dreihundert Kilogramm Beladen, noch durch Wuesten stramm. Und, ging es ihm auch contre coeur, Notfalls selbst durch ein Nadelöhr. Kamele dienen vielen Zwecken: zum Reiten, zu Kamelhaarecken, Zur Torfgewinnung - weil ihr Mist ein ziemlich guter Brennstoff ist, Nur ein Kamel ist abzurichten, aufs Trinken lange zu verzichten. Als Nahrung liebt es, was gestrueppig, Sein Wert lässt nach, lebt es zu ueppig. Nehmt euch (das wäre zu empfehlen!) Ein Beispiel drum an den Kamelen.Eugen Roth |
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