mein Stammbaum

 

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die ganz besondere Bilder-Show

der Familie Dorner

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Stammbaum Dorner

 

 
Erika
Familie Dorner
Familie Lechler
 
 
 

Ausschnitte aus der Familiengeschichte

der

Familie Dorner

Mutmaßliche Herkunft der Familie Dorner (Auszug aus dem Familienbuch)

Woher stammen wohl unsere Schiltacher Dorner? Von wo ist der älteste uns bekannte Stammvater Christian  Dorner, der um 1641 sich in Schiltach am Marktplatz sich als Engelwirt niederließ und sich mit Anna Maria, wohl eine Schiltacher Buergerstochter, verehelichte, in Schiltach eingewandert? Fuer die Beantwortung dieser uns interessierenden Frage ist es misslich, dass das Ehebuch in Schiltach, das wie die anderen dortigen Kirchenbuecher bis 1555 zurueckreicht, gerade in den fraglichen Jahren, nämlich 1641 - 1658, eine Luecke aufweist, sonst könnte aus einer diesbezueglichen Eintragung die Heimat des Christian Dorner erschlossen werden. So sind wir auf Vermutungen angewiesen.

Es liegt nahe, an die Umgebung von Schiltach zu denken. In Hornberg, das wie Schiltach und einige andere Orte des damaligen Oberamts Hornberg bis 1810 zu Wuerttemberg gehörte, kommt der Name Dorner heute noch vereinzelt vor. Nach den Nachforschungen von Regierungsrat a.D. Emil Dorner werden in den bis 1635 zurueckgehenden Kirchenbuechern Hornbergs  "von diesem Jahr an bis zum Ende des Jahrhunderts nicht weniger als 14 Familienväter des Namens Dorner aufgefuehrt, meist als Inhaber der Höfe in den bei Hornberg  ins Gutachtal einmuendenden Seitentälern, des Offenbach-, Frombach-, Schwanenbach- und Reichenbachtals, darunter beispielsweise ein Dorner "aufm Holzer zur Bruck", "aufm Hohrberg" usw., aber auch als ehrsame Handwerker im Städtchen selbst, z.B. Georg der Gerber, Jakob der Dräher, Elias der Dräher, schließlich auch einen Hans Dorner, der Bendelbub genannt. Auch noch im 18. Jahrhundert sind die Dorner in Hornberg zahlreich vertreten." Aber nun ist es wieder fuer uns misslich, dass die Hornberger Kirchenbuecher erst von 1635 an einsetzten, somit aus ihnen nicht ermittelt werden kann, ob der 1675 im Alter von 70 Jahren als Engelwirt gestorbene Christian Dorner um 1605 in Hornberg geboren ist. Freilich den Beruf eines Metzgers und Wirts, den viele seiner Nachkommen durch Generationen hindurch ausuebten, konnte Emil Dorner bei keinem Dorner in Hornberg feststellen.

Eine andere Spur weist auf das Hornberg benachbarte, durch seine alten Bauernhäuser und seine malerische Schwarzwaldtracht bekannte Gutach. Auch in den dortigen  Kirchenbuechern hat der oben genannte Emil Dorner zusammen mit einem Abkömmling der Schiltacher Linie, Frau Alexa Oetling, vor einigen Jahren Nachforschungen gehalten und dabei im Taufbuch in den Jahren 1663 - 1674 einen "Jakob Dorner, Wirt zum Thurn", gefunden, wie auch 1699 einen "Jakob Dorner, Weinfuhrmann", vermutlich dessen Sohn, die beide als Taufpaten aufgefuehrt sind. Es wäre also die Möglichkeit, dass der Engelwirt Christian Dorner in Schiltach in verwandtschaftlichen Beziehungen mit diesen Gutacher Dornern stand, vielleicht auch mit diesen gemeinsame Ahnen gehabt hätte. Der Name Hans Jakob, den Christian einem seiner Söhne gab, und zwar gerade dem ältesten gemeinsamen Stammvater der in unserem Familienbuch behandelten Linien, könnte auch eine solche Möglichkeit vermuten lassen, doch ist auch hier wieder eine sichere Feststellung nicht möglich, da die Gutacher Kirchenbuecher nicht weiter als bis 1675 zurueckgehen.

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Isaak Dorner

* 1765, + 1849

Pfarrer in Neuhausen ob Eck

Über die Jugend Isaak Dorners, des juengsten, am 1. April 1765 geborenen Sohnes des Holzhändlers Isaak Dorner in Schiltach sind wir unterrichtet durch den Lebenslauf, den er bei seiner Investitur in Neuhausen ob Eck 1797 nach wuerttembergischer Sitte der Gemeinde vortrug. Er sagt: "Weil meine Eltern an mir so einige Fähigkeiten an mir zu bemerken glaubten, vielleicht auch, weil sich alle meine Voreltern muetterlicherseits schon seit 1 1/2 Jahrhunderten dem geistlichen Stand gewidmet hatten, so bestimmten sie mich zur Theologie." Dorner lernte zuerst bei einem Vikar Baumann in Schiltach selbst, das bis 1810 wuerttembergisch war, dann weiter in der Lateinschule in dem nahen Freudenstadt und auf dem Gymnasium in Stuttgart. Nach der Konfirmation brachte er je zwei Jahre in der Klosterschule in Blaubeuren und Bebenhausen bei Tuebingen zu. Dann öffneten sich ihm die Pforten des Tuebinger Stifts zum Hochschulstudium fuer weitere 5 Jahre. Er studierte zuerst 2 Jahre Philosophie, wurde Magister, und 3 Jahre Theologie. Als seine akademischen Lehrer in Tuebingen erwähnt Dorner den Kanzler Friedrich Lebret, die Professoren Ludwig Josef Uhland (Großvater des Dichters Ludwig Uhland), Gottlob Christian Storr ( Haupt der älteren Tuebinger Schule) und Hegelmaier. Es waren Jahre eines großen Erwachens unter den noch halb in klösterlicher Zucht gehaltenen und doch den großen Bewegungen des Geistes und der Wissenschaft aufgeschlossenen Insassen des Stifts.  Wenige Jahre ueber ihm standen die Theologen Karl Friedrich Stäudlin (nachmals Theologieprofessor in Göttingen), Heinrich Eberhard Gottlob Paulus (nachmals Theologieprofessor in Jena), und Friedrich Gaab ( später Professor und Prälat in Tuebingen), sowie der Dichter und Philologe Carl Philipp Conz. In Dorners Promotion selbst befanden sich der spätere Professor und Oberhofprediger Friedrich Gottlieb Sueskind und der spätere Erlanger Professor Gros, imfolgenden Jahrgang der beruehmte Mathematiker Gottlieb Friedrich Bohnenberger und der Philosoph Friedrich Immanuel Niethammer (Goethe hörte ihn in Jena). Die beiden großen  Sterne Hegel und Hölderlin gingen erst am Himmel Tuebingens auf, als Dorner 1788 die Universität verließ.

Es folgten Wanderjahre auf verschiedenen Vikariaten (Bernhausen auf den Fildern, Neubulach, Bad Teinach, zuletzt in Reinerzau in der Nähe seiner Heimat).

Als 1793 der Reichskrieg gegen Frankreich ausbrach, wurden fuer die 6 Regimente, die der schwäbische Kreis stellte, 6 Feldprediger berufen, darunter fuer das Regiment Fuerstenberg, Isaak Dorner. In jahrelangen Kämpfen und Bewegungen im Elsass hat Dorner vielerlei Muehsale erlebt. "Manchen Tag", sagte er, "brachte ich ohne Speise, manche Nacht ohne Zelt unter freiem Himmel zu. Wir lagen mehrere Monate der französischen Linie gegenueber bei Lauterberg (östlich Weißenburg), wo ich bei mehreren Gefechten in Gefahr kam; ich rueckte mit meinem Regiment weiter ins Elsass bis nach Hagenau und gegen Straßburg vor." Als er dazwischen auf Urlaub in der Heimat war und sich von den ungewohnten Muehseligkeiten zu erholen hoffte, musste er die traurige Pflicht erfuellen, seine Mutter zu Grabe zu geleiten (Januar 1794). Im Spital von Gengenbach, an das er darauf versetzt wurde, wuetete furchtbar das Faulfieber (Typhus) und raffte zahlreiche Soldaten hinweg. Er selbst erkrankte wie sein Vorgänger an dieser heimtueckischen Krankheit und entging nur mit knapper Not dem Tode. Später hatte er es leichter in den Lagern und Spitälern diesseits des Rheins, im Kinzigtal nahe der Heimat. Aber seine Natur hatte zu viel gelitten, er war den Anforderungen nicht mehr gewachsen und daher gezwungen, seine Entlassung zu suchen.

In der Heimat wieder genesen, erhielt er vom herzoglichen Konsistorium die Pfarrei Klosterreichenbach (bei Freudenstadt), aber schon wenige Wochen darauf vom großen Rat der Stadt Schaffhausen die Pfarrstelle Neuhausen ob Eck, im äußersten östlichen Winkel des Tuttlinger Amtes. In dieser Gemeinde, die auf drei Seiten von katholischem Gebiete (Fuerstenberg und Vorderösterreich) umgeben war, sollte er 45 Jahre seines Lebens als aktiver Pfarrer und weiter seinen Lebensabend im Ruhestand bis zu seinem Tode im Jahre 1849 verbringen. Dort liegt er auch mit den Seinen, auf dem einige Jahre vor seinem Tod außerhalb des Dorfes angelegten Friedhof, begraben.

Dorner fand ein Pfarrhaus, das auf den ersten Blick mehr einem Bauernhaus als einem Pfarrhaus gleichsah. Von vorn, d.h. von der Straße aus gesehen, auf der man sich von Tuttlingen aus näherte und wo drei schöne Linden standen, sah man nur zwei mäßig hohe Stockwerke mit ganz wenigen Fenstern, daran sich anschließend die Räume fuer die Landwirtschaft, Stall und Scheune. Da das "Widdum" (das Pfarrgut) durch Verpachtung in den vorangegangenen Jahrzehnten sehr heruntergekommen war, sah sich Dorner veranlasst, es selbst in Bewirtschaftung zu nehmen und fuer die Anschaffung von Pferden, Vieh und Geräten aller Art große Aufwendungen zu machen. Dabei war die Gegend rauh und von sehr mäßiger Fruchtbarkeit, ganz vom Charakter der Alb, und die Zeiten unsicher und bald durch die Wechselfälle des Krieges, infolge des Eindringens der Franzosen in Sueddeutschland, mannigfach belastet.

Am 3. März 1797 wurde Dorner in Neuhausen investiert; 1 1/2 Jahre später schloss er die Ehe mit Karoline Wucherer, der zweitältesten Tochter des Stabsfaktors Jeremias Wucherer in Ludwigstal bei Tuttlingen. Doch musste er den großen Schmerz erleben, dass seine junge Frau bald nach der Geburt des ersten Kindes starb. Dorner blieb 2 Jahre Witwer; das Kind wurde von der Schwester seiner Frau, Christiane Henriette, aufgezogen, die ihm dann am 28. Januar 1802 die Hand zum Ehebund reichte und 47 Jahre an seiner Seite stehen sollte, bis er die Augen schloss. 13 Kinder sind dem Ehebund entsprossen, mit Ausnahmen von zwei im fruehen Kindesalter verstorbenen alle herangewachsen und alle verheiratet. Diese große Haushaltung war durch die ansehnlichen Einkuenfte der Pfarrei, wozu auch der große Zehnte gehörte, ermöglicht. Dorners eigenes Vermögen und die Mitgift seiner ersten und seiner zweiten Frau ergänzten die Naturaleinkuenfte und gaben dem Hause das Gepräge des Wohlstands. Lange Jahre wurde ein Vikar zur Unterstuetzung des vom Kriegsdienst her sehr geschwächten Pfarrherrn und zum Unterricht fuer die Kinder gehalten. Drei der Vikare, Geyer, Grözinger und Leube, wurden später Schwiegersöhne des Pfarrpaars. Das untere Zimmer links vom Eingang, das "untere Stueble", war im Sommer das Vikarszimmer.

 

Die Vorfahren des gemeinsamen Stammvaters

Isaak Dorner

siehe Stammbaum DORNER >HIER
 


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